Biographie
Soshana

1927 Soshana wird am 1. September in Wien geboren (bürgerlicher Name: Susanne Schüller)
1933 Besuch der Schwarzwald-Schule
1938 Anschluss Österreichs an Deutschland; verlässt Wien mit ihren Eltern und ihrem Bruder, kurzer Aufenthalt in der Schweiz und in Paris
1939 Umzug nach England, Northwood College
1940
Besuch der Chelsea Polytechnic School in London, Mal- und Zeichenkurse, Ausbildung in der Modezeichnung, Bombardement Londons, Bilderserie des Blitzkrieges
1941
Emigration nach Amerika
Besuch der Washington Irving High School, New York
beginnt unter der Anleitung von Beys Afroyim zu malen
1944
gemeinsame Reisen durch Amerika im Alter von 17 Jahren
Portraits von Schriftstellern, Musikern, Staatsmänner und Wissenschaftern wie Thomas Mann, Arnold Schönberg, Leon Feuchtwanger, Franz Werfel, Otto Klemperer, Bruno Walter, Theodore Dreiser, Hanns Eisler
1945
Mai: Eröffnung der UNO in San Francisco, Portraits bekannter Delegierter (Kuznecov)
Aufenthalt in San Francisco und Los Angeles
heiratet den Maler Beys Afroyim in Chicago

1945 Portrait von Kuznecov, Vasilij Vasil’evič, stellvertretender Vorsitzender des Staatlichen Plankomitees der UdSSR; Botschafter der UdSSR in China; Erster Stellvertreter des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten der UdSSR;
1946 Geburt ihres Sohnes in New York
1948
erste große Ausstellung im Circulo de Bellas Artes, Havanna
stellt von nun an unter dem Künstlernahmen "Soshana" aus
1949
verläßt Amerika, Aufenthalte in Holland, Österreich, England, Polen, der Tschechoslowakei und Israel
1951
Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien
1952
Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien,
unter Prof. Sergius Pauser, Albert P. Gütersloh und Prof. Herbert Boeckl.
1952
Umzug nach Paris
bezieht ehemaliges Atelier von Derain, später ein Atelier neben Brancusi am Impasse Ronsin
Nachbarschaft und Freundschaft mit Brancusi
Bekanntschaft mit Kupka, Herbin, Zadkine, Cèsar, Pignon, Bazaine, Max Ernst, Yves Klein, Alexander Calder, Wifredo Lam, Sam Francis, Fontana, Gilioli, Jean Paul Sartre und dem bekannten indonesischen Maler Affandi
besucht Chagall in St. Paul de Vence, Einfluss der Ecole de Paris und des Informel
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1953
arbeitet im ehemaligen Atelier von Paul Gauguin (davor von Alfons Mucha) in der Rue de la Grande Chaumière, Montparnasse;
Freundschaft mit Giacometti
trifft Picasso erstmals im Salon de Mai, Einladung nach Vallauris
Ausstellungen in verschiedenen Salons: Salon de Mai, Salon d´Automne, Salon de Printemps, Salon des Réalités Nouvelles
Ausstellungen in der Galerie André Weil, Paris
Beginn der Zusammenarbeit mit dem Galeristen Max Bollag, Zürich
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1954 wird von Picasso portraitiert
1956
ausgedehnte Reisen in den Fernen Osten, nach Asien, Indien und Japan
großes Interesse an der indischen Philosophie, Hinduismus und Buddhismus
Reise nach Indien, Portrait des indischen Präsidenten Dr. Radhakrishnan

starker Eindruck der kalligraphischen Kunst
erlernt künstlerische Techniken auf Reispapier bei buddhistischen Mönchen in Kyoto und bei chinesischen Malern in Hangzhou
1957
Einladung zur Ausstellung im Kaiserpalast, Peking 1958
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Ausstellung in der Henry Lidchy Gallery, Johannesburg und bei Edouard Loeb, Paris
1959
Reisen durch Afrika
portraitiert Albert Schweitzer in Lambaréné
Rückkehr nach Paris,

Zusammenarbeit mit Pinot Gallizio
"Cavern of Anti-Matter", Galerie René Drouin, Paris
In a letter written by Galizio to his gallerist Otto and Heicke Van de Loo in Munich, he announced "that 20 paintings were made in September 1959 in Paris, together with Soshana", adding "resultat formidable".
In a letter dated 29th September 59, written by Soshana and signed by Gallizio, they say "that those works were seen with great interest by Parisian Gallerists Facchetti and Augustinci".
enge Kontakte zur Cobra-Gruppe, u.a. zu Karel Appel und Asger Jorn
Zusammenarbeit mit der O´Hana Gallery, London
1960
Ausstellungen in Brasilien, Süd- und Zentralamerika
erste Ausstellung in New York und in der Mitsubishi Gallery, Tokyo
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1962 Ausstellung im Musée Picasso, Antibes, Südfrankreich
1963 Ausstellung im Salon des Réalités Nouvelles
1964
Beginn längerer Aufenthalte und Ausstellungen in Mexiko
Freundschaft mit wichtigen mexikanischen Künstlern wie Rufino Tamayo, Siqueiros, Cuevos, Mathias Goeritz
wohnt in Cuernavaca, Mexiko
Ausstellung in der Krasner Gallery, New York
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1965
trifft erstmals Adolph Gottlieb
Ausstellung Galerie Wolfgang Gurlitt, München
1966 Ausstellung im Palacio de Bellas Artes, Mexiko
1968
Weltreise, u.a. in die Südsee, in die Karibik, nach Thailand, Bali, Australien, Indien, Sikkim, Nepal, Afghanistan, den Iran und Israel
Portraits des Königs und der Königin von Sikkim
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1969
Konzepte der dreidimensionalen Kunstform "Soma" in Paris, Stahlobjekte mit verschiebbaren Magneten, Ausführung von Plexiglasobjekten
wird Mitglied der Theosophischen Gesellschaft
1972 Zieht nach Jerusalem
1973 Ausbruch des Yom-Kippur Krieges am Tag ihrer Ausstellung in der Old Jaffa Gallery, vier geplante Ausstellungen in Israel werden durch den Krieg verhindert
1974
Umzug nach New York
lebt in Manhattan, unter anderem im Chelsea Hotel, Atelier in Queens
Bekanntschaft mit Adolph Gottlieb, Marc Rothko, Francesco Clemente und dem Kunstmäzen Joseph Hirschhorn
neun Einzelausstellungen
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1985
lebt und arbeitet seit 1985 in Wien
Bekanntschaft mit Künstlerfreunden aus der Pariser Zeit wie Hans Staudacher, Hildegard und Harold Joos, sowie Trude Gill
arbeitet an unterschiedlichsten Projekten, Sammlung von Videotapes, Tonbandaufnahmen. Schriftliche Aufzeichnungen über ihr Leben und die Entwicklung der internationalen Kunstszene
1987 Galerie Prisma, Wien
Club Wien International, Wien art fair, Wien-Marriott
1988 Galerie Prisma, Wien
art fair, Wien-Kursalon, Wien
Galerie Glueck, Wels, Österreich
Reise nach Indien
1989 art fair, Graz, Österreich
"Dom Galerie", Wiener Neustadt, Österreich
Reise nach Haiti
1990 Galerie Centre, Wien
Castle "Hollenburg", Krems, Österreich
"ABC Galerie", Obernberg/Inn, Österreich Reisen in die Schweiz und nach Frankreich
1993 Galerie Prisma, Wien
"Mensch und Energie", Kunsthalle im Kongresshaus, Graz, Österreich
Reisen nach Mexiko und Kuba
1994 Galerie Prisma, Wien
Musée Matisse, Frankreich
Reise nach Amerika
1995 Galerie Max Bollag, Zürich
Fondation Lesur, Fresnoy le Graud, Frankreich
Reise nach Indien

Soshana auf einer Fähre in der Türkey, 1995
1996 Jewish Community Center, Wien Reisen in Süd-Amerika
1997 Retrospective, Palais Pálffy, Wien
1998 Palais Harrach, Wien
"Neue Galerie", Linz, Österreich Längerer Aufenthalt in Indien
1999 "Neue Galerie" Linz, Österreich
Musée Matisse, Le Cateau-Cambrésis, Frankreich
2000 Galerie Prisma, Wien
"Kanzleizentrum"/Jewish Community Center, Salzburg
Galerie Dumont 18, Genf
2003 - 2004 Lentos Kunstmuseum Linz, "Paris 1945-1965"
2005 - 2008 Lebt und arbeitet in Wien; Ausstellungen weltweit
2. September 2009- Soshana wird mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.
Die Schrecken, aber auch die Schönheiten des 20. Jahrhunderts hätten beide Persönlichkeiten erlitten und kennen gelernt, betonte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny am Mittwoch anlässlich der Überreichung hoher Ehrengaben der Stadt Wien an die 82jährige Künstlerin Soshana Afroyim (Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien) und den 87jährigen Psychologen und Publizisten Dr. Wilfried Daim (Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt). Beide stünden für ein "offenes humanistisches Denken", auch wenn die Lebenswege unterschiedlich verlaufen seien.
Quelle: http://www.wien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink?SEITE=020090902009

"Das Leben von Soshana Afroyim aber auch die Entstehungsgeschichte sowie die Rezeption ihres künstlerischen Werkes erzählen allesamt Geschichten und Geschichte davon, was das 20. Jahrhundert dieser Stadt Wien gebracht hat und sind daher ein kleiner Wiener Kosmos des letzten sogenannten kurzen Jahrhunderts."
Mag. Christian Kircher (rechts) in seiner Laudatio
"Möge die Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens als Zeichen gesehen werden, dass Soshana nach einer langen Reise auch die Stadt Wien als wieder gewonnenes Zu Hause erlebt." Mag. Christian Kircher >>zur Laudatio<<
27. Mai 2010 - Das Große Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst wird Soshana von Dr. Bernd Hartmann vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) überreicht. Die Auszeichnung durch die Republik Österreich findet im neuen Maimonides Zentrum statt.














